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  Erinnerung
 
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Die WIDUKIND hatte damals eine Charter bei der United Baltic Corporation . Helsinki und Tilbury waren Endzielhäfen. Das Schiff hatte die Eisklasse 1 und so kamen wir auch weites gehend ohne Eisbrecherhilfe aus. Die Umstellung von den Temperaturen aus dem „gemütlichen“ England zum „frostigen“ Finnland waren teilweise sehr extrem. In Helsinki hatte man teilweise Mühe die Lukenspanner zu lösen  oder man hatte bei der Kälte auch mal einige vergessen. Dann flog beim hochdrücken der Lukendeckel schon mal einige durch die Gegend und der Chief fluchte ,weil er schon wieder neue besorgen musste. Das zurückholen der Deckel klappte aber immer. Ist nie einer verkantet. Container sind ja eine feine Sache. Man stapelt die Kisten in den Bauch des Schiffes und schließt die Luken wieder. Kein trimmen oder laschen . Anders an Deck. Da wurden die Boxen 3fach gestapelt und über Kreuz mit den Kettenspannern gesichert. Damit jeder Container auf den Ecken seine Schuhe bekam ging man Deckwache. Die Containerschuhe sind wichtig um die Kisten sicher zu verbinden und ein auseinander rutschen zu verhindern. Auch das Laden der Blechkisten geht nach Gewicht, Gefahrgut und Hafen. Dafür gibt es einen Stauplan den unser Erster immer genau überwachte. Die WIDUKIND hatte Ausgleichtanks mit denen man auch noch etwas korigieren konnte. Hatten wir alles geladen und das Schiff seeklar gemacht, kam der Lotse an Bord und es ging raus. Ich stand am Steuer und der Kapitän und der Lotse manövrierten die WiDUKIND  aus dem Finnischen Hauptstadthafen. Konzentriert achtete ich auf jeden Befehl. Alles in Englisch ,versteht sich. Die Eisfahrt hatte begonnen.

Knirschend verließen wir den Hafen und  das Schiff bahnte sich langsam aber stetig seinen Weg durch das Eis. Die finnischen Eisbrecher hielten die Fahrrinne zum Hafen immer Eisfrei um das Ein- und Auslaufen so problemlos wie möglich zu halten. Irgendwann musste der Lotse von Bord. Jakobsleiter raus ,Fahrt minimieren , ein Mann geleitete den Lotsen von Bord und dann ging es in die Nacht und in das Eis der Ostsee. Das Schiff machte so in etwa halbe Fahrt und zeitweise kam es fast zum Stillstand. Das kratzen und knirschen an der Außenhaut des Schiffes ging einem aber irgendwann doch auf die Nerven. Schlafen gab es auch nicht wirklich,da man immer dieses rucken  und zittern durch den Schiffsrumpf verspürte. Ich kann mich entsinnen ,das wir einmal Eisbrecherhilfe benötigten. Da ging aber auch gar nichts mehr. Dicke Stahltrosse rüber und dann hat der Riese angezogen und uns und noch ein weiteres Schiff durch das Eis gezogen. Ich stand auf der Back und hatte Leinenwache und alles war so gespenstisch mit Scheinwerfern ausgeleuchtet. Na ja ,diese Fahrten hatten wir öfters gemacht. Es gab ja auch den Skandinavischen Sommer und der war natürlich auch was besonderes. Dann konnte man die vielen kleinen Inseln (Schärenfahrt) sehen ,wo Einheimische und Urlauber sich in kleinen Wochenendhäusern oder Zelten die Seeluft um die Nase wehen liessen. Wir waren dann auf dem Weg in das verregnete England und freuten uns schon wieder auf die streikenden Engländer, die uns Zeit kosteten.  

 

 

 

 
   
 
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Bitte respektiert die Copyrechte. Ich selber habe auch einige Fotos,wo ich die Copyrechte nicht ermitteln konnte. Aber diese Seiten rufen schöne Erinnerungen zurück und wer möchte ,soll daran teil haben. Ich persönlich beanspruche kein Copyright für meine Aufnahmen ,würde mich aber über einen kleinen Verweis freuen. Tschüß von Jochen